Flammkuchen

und die heikle Frage nach dem richtigen Teig

"Flammkuchen" Inhaltsverzeichnis

  1. Flammkuchen
  2. Das Rezept

Spätestens seit unserem Wochenendtrip nach Straßburg vor ein paar Monaten bin ich ein ausgesprochen großer Freund des Flammkuchens. In einem winzigen Restaurant mit einer langen Theke, die aus Baugerüsten und einer massiven Holzplatte zusammengeschustert war, habe ich den wohl besten Flammkuchen meines Lebens gegessen. Glücklicherweise sind wir schon früh am Abend und kurz nach Öffnung der Türen in diesem Restaurant eingekehrt, denn ein paar Minuten später wäre es nur noch sehr schwer möglich gewesen einen Platz für zwei Personen zu ergattern. Dicht an dicht auf Barhockern sitzend an der Theke aufgereiht mit Blick in die Küche haben wir dort ausgezeichnet gegessen und uns von der guten Laune des Service- und Küchenpersonals anstecken lassen.
Die übersichtliche Karte, auf der maximal zehn verschiedene Flammkuchen standen, ließ keine Wünsche offen. Von der klassischen Variante mit Speck – Zwiebeln – Sauerrahm bis hin zu Rucola – Schweinefleisch – Raclettekäse oder Feige – Ziegenkäse – Honig konnten wir uns nur schwer entscheiden.

Da ich mich nach meinen Urlauben ja gerne an Gerichten versuche, die ich dort gegessen habe, war natürlich klar, dass ich mich an Flammkuchen probieren musste. Wenn man sich allerdings durch die zahlreichen Flammkuchenrezepte liest und in die Materie einsteigt, stößt man schnell auf eine echte Gewissensfrage:

Kommt in den Teig nun Hefe oder nicht?

Ich befürchte, dass schon Nachbarschaftstreits vom Zaun gebrochen wurden, schwere Ehekrisen entstanden und Freundschaften an dieser Frage zerbrochen sind. Eine konkrete, allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt es nämlich nicht. Dummerweise ist es auch mir, trotz Einsicht in die Küche des kleinen Flammkuchentempels, absolut unmöglich zu ermitteln, ob der Teigboden unserer Flammkuchen Hefe enthielten oder nicht.

Die Entstehungsgeschichte des Flammkuchens besagt, dass diese elsässische Spezialität als Nebenprodukt bei der Brotherstellung entstanden sein soll. Beantwortet sich die Frage vielleich dadurch?
Bevor das Brot in den Holzbackofen geschoben wurde, wurde mit einem Stück des Brotteigs probiert, ob der Ofen heiß genug war. Die Flammen, die aufschlugen, sorgten dafür, dass der Kuchen im Idealfall binnen weniger Minuten knusprig gebacken war. Da dieser dünn ausgerollte Teigfladen natürlich belegt besser schmeckt, hat man einfache und gerade vorhandene Zutaten verwendet. Sauerrahm, Speck und Zwiebeln – das hatte wahrscheinlich in nahezu jeder Küche seinen Platz.
Wenn Flammkuchen aus Brotteig hergestellt wird, dann müsste es sich ja eigentlich um einen Hefeteig handeln? Oder ist es doch, das behauptet eine kleine, weitere Fraktion, Sauerteig?

Ich bin überfragt und sicher, dass ich diesen Konflikt nicht lösen kann. Außer vielleicht mit der Kölschen Grundeinstellung: „Jeder Jeck ist anders“!  Was einfach heißen soll, dass es ganz egal ist für welche Teigvariante Du Dich entscheidest, solange Du damit glücklich bist.

Damit ich mich nicht auf eine  Seiten schlage, habe ich mich an einem Teig mit und ohne Hefeteig versucht. Meiner Meinung nach, schmeckt beides gleichermaßen gut. Den Aufwand einen Hefeteig herzustellen und auf diesen zu warten, kann man sich natürlich machen, ist aber – ehrlich gesagt – nicht zwingend notwendig.

Deshalb hier für Euch ein schnelles Flammkuchenrezept, ganz ohne Hefe und klassisch belegt.
Klassisch belegt?
Was heißt das eigentlich?
Nimmt man rohen Schinken und rohe Zwiebeln?
Würzt man den Sauerrahm?
Nimmt man Saure Sahne und Creme fraîche?
Ist es verwerflich Flammkuchen zu gratinieren?

Wie auch immer Deine Antwort lauten sollte, Hauptsache es schmeckt!

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  2. Das Rezept

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